Bildungsangebot

Diagnose Trauma?! Der Umgang mit Trauma und Bewältigungsstrategien von Betroffenen im öffentlichen Diskurs

Fachtag am 15.07.2022 in Marburg/Lahn

Cover Poster Fachtagung

Fachtag "Diagnose Trauma?!"

Was wissen wir über Trauma?

Erfahrungen prägen sich im Körper ein: „Der Körper erinnert sich“ - so ein berühmtes Buch der Psychotherapeutin Babette Rothschild. Der Psychologe und Biologe Peter Levine spricht von einer „Sprache ohne Worte“. Neurowissenschaftliche Forschungen können die Folgen von traumatischen Erlebnissen im Körper aufzeigen und bieten verständliche Erklärungen zu Reaktionen und Verhaltensweisen von Menschen, die traumatische Situationen erleben mussten.

Traumawissen in der Gesellschaft hat zugenommen

Viele betroffene Menschen berichten, dass ihnen ein Wissen um die Folgen und der neurophysiologischen Abläufe im Körper helfen, ihre eigenen Reaktionen und Verhaltensweisen zu verstehen. Auch viele pädagogisch und psychologisch ausgebildete Fachkräfte haben sich mittlerweile ein Wissen um Trauma angeeignet und sind so in der Lage betroffene Personen in der Verarbeitung der Ereignisse zu begleiten. Doch wohin sind andere Perspektiven auf Trauma verschwunden? Gibt es sie noch? Was ist das Für und Wider einer rein neurowissenschaftlichen Perspektive auf Trauma?

Berichte von Betroffenen aus Beratung und Psychotherapie

Gleichzeitig berichten viele Betroffene von einem Zwang, „Reden zu müssen“, z.B. wenn sie in pädagogischen Einrichtungen leben. Sie berichten, dass sie zu Therapien gedrängt werden, die sie gar nicht wahrnehmen möchten, weil es die Überzeugung gibt, dass „Reden helfe“. Andere Betroffene machen in der Psychotherapie, der Psychiatrie oder im Kontakt mit anderen Anlaufstellen, Erfahrungen, die sie als re-traumatisierend bezeichnen. Kinder, Jugendliche, aber auch Erwachsene Betroffene erleben nicht selten eine Stigmatisierung im Umgang mit ihren Überlebensstrategien, wenn sie z.B. als „Die Borderlinerin“ bezeichnet werden.

So scheint es zwar einerseits weitaus mehr Wissen über Trauma sowohl im psychologischen als auch im pädagogischen Raum zu geben als noch vor 20 Jahren. Andererseits erleben Betroffene noch immer Stigmatisierungen, Unverständnis, Abwertung und Missbilligung hinsichtlich ihrer Bewältigungsstrategien. Gesellschaftliche Zusammenhänge zum Erleben von Trauma scheinen offenbar völlig aus der Diskussion verschwunden. An den Folgen von Trauma – da bastelt die betroffene Person in ihrer ganz individuellen Psychotherapie?

35 Jahre Wildwasser Marburg e.V. Das wollen wir zum Anlass nehmen, an einem Fachtag über diese ambivalente Lage im Umgang mit Trauma und zu den kontroversen Fragen ins Gespräch zu kommen.

Der Fachtag richtet sich an alle Interessierten sowie an Fachkräfte aus den Bereichen: Psychotherapie und Psychiatrie, Mitarbeiter_innen in Beratungsstellen, Jugendhilfe und Schule sowie aus allen Bereichen von Sozialer Arbeit.

Veranstaltungen auf Anfrage Sie haben Interesse an einer Fortbildung, einer Informationsveranstaltung oder einem Elternabend?

Jemand hält einen großen Packen Bücher in der Hand

Gerne kommen wir mit einer Fortbildung, einer Informationsveranstaltung oder einem Elternabend in Ihre Einrichtung und stimmen unsere Veranstaltung bei Bedarf zudem auf bestimmte Interessen und Fragestellungen Ihrerseits hin ab.

Für weitere Informationen und Fragen können Sie uns gerne telefonisch oder per E-Mail kontaktieren. Zudem haben Sie die Möglichkeit, unser Anfrageformular zu nutzen: Anfrageformular für Veranstaltungen als PDF

Wir bieten folgende Veranstaltungen auf Anfrage an:

Fortbildungen zu den Themen

Informationsveranstaltungen Zu der Arbeit von Wildwasser Marburg e.V. und sexualisierter Gewalt an Mädchen und Jungen

Elternabende zu den Themen

Kita-Workshops- "Ja" zum Eigensinn! Prävention von sexualisierter Gewalt gegen Kinder -

Flyer Workshop mit Kindern
Flyer Workshop mit Kindern

Finanziert durch

Ermöglicht durch das Sozialbudget Hessen